Präambel zur Pflegeversicherung: „Es gilt der Grundsatz ‚ambulant vor stationär’. Häusliche Pflege hat Vorzug gegenüber der Pflege im Heim.“

Leistungen der Pflegeversicherung

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden seit dem 1. Januar 2013 in 4 Stufen eingeteilt. Dies geschieht auf Grundlage des Pflegeneuausrichtungsgesetz, in dem das Krankheitsbild Demenz einen größeren Stellenwert einnimmt.

Pflegestufe 0 = eingeschränkte Alltagskompetenz

Pflegestufe I = erheblich pflegebedürftig

Pflegestufe II = schwer pflegebedürftig

Pflegestufe III = schwerst pflegebedürftig

Es gibt auch eine Härtefallreglung. Die Höhe der Pflegestufe bestimmt der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) nach Begutachtung.

Die ambulanten Sachleistungsbeträge

Damit bezahlt die Pflegekasse professionelle Pflegeleistungen ambulanter Dienste (Sachleistung). Es erfolgt eine stufenweise Anhebung bis 2012 und eine erneute zum 1. Januar 2013:

Pflegestufe 2012 2013
0      235,00 €
I      450,00 €      665,00 €
II   1.100,00 €   1.250,00 €
III   1.550,00 €   1.550,00 €

 

Die Stufe III für Härtefälle im ambulanten Bereich in Höhe von 1918 €/monatlich bleibt unberührt.

Das Pflegegeld

Das Pflegegeld (Geldleistung) erhalten pflegende Angehörige für ihre Pflegeleistungen. Es steigt bis 2012 und erneut zm 1. Januar 2013:

Pflegestufe 2012 2013
0      120,00 €
I      235,00 €      305,00 €
II      440,00 €      525,00 €
III      700,00 €      700,00 €

 

Der zusätzliche Leistungsbetrag nach §45b SGB XI für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (zum Beispiel Demenzkranke, psychisch Kranke und geistig Behinderte) liegt bei 2400 € jährlich.

Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die zwar noch keinen erheblichen Pflegebedarf, wohl aber Betreuungsbedarf haben, können diesen Betrag auch erhalten. Der zusätzliche Leistungsbetrag wird in unterschiedlicher Höhe (monatlich 100 oder 200 €) entsprechend dem festgestellten Betreuungsaufwand geleistet, zusätzlich kann jetzt auch die Pflegestufe 0 zugesprochen werden.
In der Regel korreliert der Betreuungsaufwand von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz mit den Pflegestufen, da mit der Schwere der demenziellen Erkrankung neben dem Beaufsichtigungsbedarf auch der verrichtungsbezogene Hilfebedarf unvermeidbar ansteigt.

Zusätzliche Leistungen werden im Übrigen nicht nur für ambulant versorgte, sondern auch für die in stationären Einrichtungen untergebrachten Demenzkranken geleistet.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen